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Google Unternehmensprofil für Handwerker einrichten

T. Krause7 Min. Lesezeit

So richten Handwerker ihr Google Unternehmensprofil ein: anlegen, bestätigen, Einzugsgebiet ohne Ladengeschäft angeben, Telefon, Fotos und Bewertungen pflegen.

Miniatur-Diorama: neben einer kleinen Werkstatt ohne Schaufenster steht eine leuchtende orange Kartennadel, ein Handwerker hält ein Handy mit einer Karte hoch, ein gepunkteter Kreis um die Werkstatt markiert das Einzugsgebiet

Eine Hausbesitzerin steht im kalten Keller vor ihrer Heizung. Sie nimmt das Handy und tippt "Heizungsbauer in der Nähe". Google zeigt eine Karte mit drei Betrieben, jeder mit Sternen und Fotos. Der Heizungsbauer zwei Straßen weiter ist nicht dabei. Er hat kein Ladengeschäft und dachte immer, so ein Eintrag sei etwas für Bäckereien.

Für Betriebe, die zum Kunden fahren, ist der Eintrag genauso gedacht. Google nennt ihn Unternehmensprofil, viele kennen ihn noch als Google My Business. Ein Google Unternehmensprofil zu erstellen kostet nichts, und die Einrichtung dauert eine Stunde, wenn Sie die Fotos schon auf dem Handy haben. Danach folgt die Bestätigung durch Google, die laut Google bis zu fünf Arbeitstage dauern kann.

Ich habe jeden Schritt unten am 8. Oktober 2026 auf Googles Hilfeseiten zum Unternehmensprofil nachgelesen. Google benennt Menüs gelegentlich um. Heißt ein Knopf bei Ihnen etwas anders, ist er meist trotzdem an derselben Stelle.

Bevor Sie anfangen

Suchen Sie Ihren Betrieb zuerst in Google Maps. Manchmal gibt es schon einen Eintrag, den Google aus öffentlichen Daten angelegt hat oder den ein früherer Mitarbeiter eingerichtet hat. Dann übernehmen Sie diesen Eintrag, statt einen zweiten anzulegen. Für Betriebe mit Einzugsgebiet schreibt Google, dass pro Region nur ein Profil erlaubt ist und doppelte Profile zur Sperrung führen können.

Legen Sie außerdem fest, mit welchem Google-Konto Sie das Profil verwalten. Google empfiehlt ein Konto mit der E-Mail-Adresse Ihrer Firmendomain. Ein privates Gmail-Konto des Chefs funktioniert auch, wird aber zum Problem, wenn später jemand anderes das Profil pflegen soll.

Schritt 1: das Profil anlegen

So beschreibt Google die Registrierung auf der Hilfeseite "Für ein Unternehmensprofil registrieren":

  1. Melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an und rufen Sie business.google.com auf.
  2. Geben Sie den Namen Ihres Betriebs ein oder wählen Sie ihn aus den Vorschlägen.
  3. Suchen Sie die Kategorie Ihres Betriebs und klicken Sie auf "Weiter".
  4. Google fragt, ob Kunden Ihren Standort besuchen. Ein Betrieb ohne Ladengeschäft wählt "Nein".
  5. Geben Sie das Gebiet an, in dem Sie arbeiten, als Städte, Postleitzahlen oder Regionen.
  6. Tragen Sie Telefonnummer und Website ein und klicken Sie auf "Weiter" und dann auf "Fertig".
  7. Wählen Sie eine Bestätigungsmethode. Mit "Später" verschieben Sie die Bestätigung.

Beim Namen gilt eine Regel, gegen die viele Handwerksbetriebe verstoßen. Der Name im Profil muss der Name sein, der auf Ihrem Firmenschild, dem Briefkopf und dem Transporter steht. Suchbegriffe und Werbesprüche gehören nicht hinein. "Müller Haustechnik" ist richtig. "Müller Haustechnik Heizung Bad Notdienst Köln" verstößt gegen Googles Richtlinien und kann das Profil kosten.

Schritt 2: die Bestätigung

Mit der Bestätigung weisen Sie Google nach, dass der Betrieb Ihnen gehört. Welche Methoden Sie angeboten bekommen, entscheidet Google selbst, abhängig von Branche, Region und den öffentlich verfügbaren Daten zu Ihrem Betrieb. Laut der Hilfeseite zur Bestätigung kommen diese in Frage:

  • Telefon oder SMS. Google schickt einen Code an die Geschäftsnummer. Den Code bekommen Sie nur, wenn Sie den Anruf unter dieser Nummer annehmen. Wer auf der Baustelle steht, sollte das wissen, bevor er auf "Anrufen" klickt.
  • E-Mail. Der Code kommt an die angegebene Adresse.
  • Videoaufnahme. Wenn diese Möglichkeit angezeigt wird, empfiehlt Google sie.
  • Live-Videoanruf. Ein Google-Mitarbeiter prüft Ihren Betrieb während eines Videogesprächs.
  • Postkarte. Der Code kommt per Post an Ihre Geschäftsadresse.

Für das Video nennt Google drei Dinge, die zu sehen sein müssen: wo Sie sind, etwa ein Straßenschild oder die Umgebung, woran man Ihren Betrieb erkennt, etwa Werkzeug, Material oder beschriftete Fahrzeuge, und dass Sie dazugehören, etwa indem Sie die Werkstatt aufschließen oder einen Bereich zeigen, den nur Mitarbeiter betreten. Für einen Handwerksbetrieb heißt das: einmal die Straße filmen, dann den Transporter mit Ihrem Firmennamen, dann aufschließen und durch die Werkstatt gehen. Drehen Sie das Video in einem Stück.

Die Bestätigung dauert nach Googles Angaben bis zu fünf Arbeitstage. Ändern Sie später die Kategorie, kann Google eine erneute Bestätigung verlangen.

Schritt 3: Kategorie und Einzugsgebiet für Betriebe ohne Ladengeschäft

Kategorie. Google rät, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen, und als Hauptkategorie die spezifischste, die Ihr Kerngeschäft beschreibt. Beim Tippen schlägt Google Kategorien vor. Eigene lassen sich nicht anlegen. Findet sich Ihr Gewerk nicht genau, nehmen Sie die nächstallgemeinere Kategorie. Ein Betrieb, der vor allem Heizungen einbaut und nebenbei Bäder saniert, wählt die Heizung als Hauptkategorie und das Bad als zusätzliche.

Adresse. Hier biegen viele Handwerker falsch ab. Empfangen Sie an Ihrer Geschäftsadresse keine Kunden, verlangt Google, dass Sie die Adresse im Profil ausblenden. Eine Werkstatt im Gewerbegebiet, in die nie ein Kunde kommt, gehört also nicht als Adresse ins Profil, ebenso wenig die Privatadresse des Chefs. Sichtbar bleibt dann nur das Einzugsgebiet.

Anders sieht es aus, wenn Sie eine Ausstellung haben, in die Kunden zu festen Zeiten kommen. Dann sind Sie für Google ein gemischter Betrieb und dürfen Adresse und Einzugsgebiet angeben. Voraussetzung laut Google ist eine deutlich sichtbare Beschilderung.

Einzugsgebiet. Das stellen Sie so ein:

  1. Rufen Sie Ihr Unternehmensprofil auf.
  2. Wählen Sie "Profil bearbeiten" und dann "Standort".
  3. Wählen Sie neben "Einzugsgebiet" die Option "Bearbeiten".
  4. Wählen Sie ein vorgeschlagenes Gebiet aus oder geben Sie Städte, Postleitzahlen oder Regionen ein.
  5. Klicken Sie auf "Speichern".

Google erlaubt höchstens 20 Einzugsgebiete, und die Grenzen sollen nicht weiter als etwa zwei Autostunden von Ihrem Standort entfernt liegen. Änderungen können bis zu 48 Stunden brauchen, bis sie sichtbar sind. Tragen Sie die Orte ein, in denen Sie wirklich Aufträge annehmen. Wer das ganze Bundesland einträgt, bekommt Anrufe aus Orten, in die er nie fahren würde.

Schritt 4: Öffnungszeiten und Telefonnummer

Die Öffnungszeiten ändern Sie unter "Profil bearbeiten" und dann "Öffnungszeiten". Neben "Öffnungszeiten" wählen Sie "Bearbeiten", haken die Wochentage an, stellen die Zeiten über die Drop-down-Menüs ein und klicken auf "Speichern". Betriebsurlaub und Feiertage tragen Sie an derselben Stelle unter "Spezielle Öffnungszeiten" ein. Sonst zeigt Google im August "Geöffnet", während die Werkstatt zu ist.

Ohne Ladengeschäft stellt sich die Frage, was "geöffnet" heißt. Mein Rat: Tragen Sie die Zeiten ein, in denen Ihr Betrieb Anrufe annimmt. Der Kunde liest die Öffnungszeiten als Versprechen, dass jemand rangeht.

Bei der Telefonnummer verlangt Google eine Nummer, unter der Ihr Betrieb erreichbar ist, nach Möglichkeit eine örtliche statt einer Hotline. Weiterleitungsnummern, über die Anrufer nicht direkt mit Ihrem Betrieb verbunden werden, sind nicht erlaubt. Nehmen Sie also Ihre eigene Festnetz- oder Mobilnummer.

Diese Nummer steckt hinter dem Knopf "Anrufen", den Kunden auf dem Handy drücken. Das ist der wichtigste Knopf im ganzen Profil. Ruft die Hausbesitzerin aus dem Keller an und niemand nimmt ab, wählt sie den nächsten Betrieb auf der Karte. Was das über ein Jahr kostet, rechnet der Artikel Was ein verpasster Anruf Ihren Handwerksbetrieb kostet mit Ihren eigenen Zahlen vor. Wie Sie Anrufe, die niemand annimmt, auf ein anderes Telefon umleiten, steht in der Anleitung zur Rufumleitung bei Nichtmelden.

Schritt 5: Fotos

Ein Profil ohne Fotos sieht neben drei Profilen mit Fotos aus wie ein Betrieb, den es vielleicht nicht mehr gibt. So laden Sie Fotos hoch:

  1. Öffnen Sie am Computer die Google-Suche oder Google Maps.
  2. Suchen Sie Ihren Betrieb nach Name und Ort.
  3. Klicken Sie auf "Fotos hinzufügen" und wählen Sie die Bilder aus.

Google verlangt JPG oder PNG mit 10 KB bis 5 MB, mindestens 250 mal 250 Pixel, empfohlen sind 720 mal 720. Die Fotos sollen scharf und gut ausgeleuchtet sein und nicht stark bearbeitet. Bis ein neues Foto erscheint, können 24 bis 48 Stunden vergehen.

Welche Fotos für einen Handwerksbetrieb funktionieren:

  • Ihr Logo und ein Titelbild, etwa das Team vor dem Transporter.
  • Fertige Arbeiten, also das neue Bad, die gedämmte Fassade, die saubere Heizungsanlage. Fragen Sie den Kunden vorher, ob Sie sein Haus zeigen dürfen, und lassen Sie Hausnummern und Gesichter weg.
  • Die Leute, die zum Kunden kommen. Wer einen Fremden ins Haus lässt, möchte vorher wissen, wie er aussieht.

Stockfotos lassen Sie weg. Google will, dass die Bilder Ihren Betrieb so zeigen, wie er ist, und Kunden erkennen ein Agenturfoto sofort.

Schritt 6: Bewertungen

Bewertungen entscheiden mit, welche Betriebe auf der Karte oben stehen, und sie entscheiden, wen die Hausbesitzerin anruft. Zwei Dinge gehören dazu: Bewertungen bekommen und auf Bewertungen antworten.

Für das Antworten rufen Sie Ihr Profil über business.google.com auf, wählen "Rezensionen lesen" und neben der Bewertung "Antworten". Sie schreiben Ihre Antwort und schicken sie mit "Antworten" ab. Google prüft jede Antwort, bevor sie erscheint. Meist dauert das laut Google etwa zehn Minuten, in Einzelfällen bis zu 30 Tage.

Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die mit fünf Sternen und erst recht auf die mit zwei. Ich halte die Antwort auf eine schlechte Bewertung für wichtiger als die Bewertung selbst, denn jeder spätere Leser sieht beides nebeneinander. Bleiben Sie sachlich, nennen Sie keine Kundendaten und bieten Sie ein Gespräch am Telefon an.

Zum Bewertungenbekommen gibt Google Ihnen einen direkten Link und einen QR-Code. Wo Sie beide finden und wo der Code im Betrieb hingehört, steht in der Anleitung Google Bewertungslink als QR-Code erstellen. Wann Sie per E-Mail oder WhatsApp um eine Bewertung bitten dürfen und warum Rabatte für Bewertungen verboten sind, erklärt der Artikel Bewertungen anfragen nach DSGVO und UWG.

Wenn das Profil steht

Ein gepflegtes Profil bringt vor allem eines: Anrufe. Die kommen tagsüber, wenn Sie auf dem Dach stehen, und abends, wenn das Büro zu ist. Das Profil hilft wenig, wenn hinter dem Knopf "Anrufen" der Anrufbeantworter wartet.

Dafür gibt es den KI-Telefonassistenten. Er nimmt ab, wenn im Betrieb niemand rangeht, fragt nach Name, Adresse, Rückrufnummer und Anliegen und trägt bei Bedarf einen Termin in Ihren Kalender ein. Sie bekommen eine Zusammenfassung des Gesprächs.

Die Hausbesitzerin im Keller hätte den Heizungsbauer zwei Straßen weiter gern angerufen. Dafür muss er erst auf der Karte stehen, und dann muss jemand rangehen.